5 Tagestouren mit der ETZ 150

 

            Gabi hatte sich für das Line Dance Festival Mitte Juni 2019 in Kaprun/A angemeldet.

Gute Gelegenheit für mich, die Zeit inmitten der Alpen für paar Solo-Touren zu nutzen.

 

1. Tagestour: Dresden – Kaprun (570km) 

           

Die kürzestmögliche Anreise verlief über Plzeň/CZ , Furth i.W./D und westlich vorbei an Salzburg.

            Lange Stopps gab es nicht, das Mittag bestand aus dem restlichen Tomatensalat vom Vorabend.

 

           

           

Auf der Landstraße bestätigte sich der Schnitt von 50 km/h. Nach 11 h reiner Fahrzeit

erwartete mich ein gut gekühltes Pilsner aus Gabis Händen.

 

           

 

            570 km auf einem Ritt sind mit der 150er durchaus mal möglich, jeden Tag möchte ich es

aber auch nicht ...

 

 

 

            2. Tagestour: Roßbrand und Sölkpass

           

Von Kaprun fährt man zunächst östlich bis Radstadt, dann geht es aufwärts zum Roßbrand.

 

           

           

            Mitte Juni noch Schnee ab 1500 m war sicher ungewöhnlich. Noch ungewöhlicher war,

dass sich das Zeug bei über 30°C so lange hält ...

 

           

           

            Die letzten 800 m zum Gipfel muss man laufen.

           

           

 

            Unterwegs konnte ich mein Bio-Mittag auf natürliche Weise kühlen.

 

           

 

            Das Roßbrandhaus wird momentan umgebaut. Sicher ein Grund, dass kaum Leute

            „oben“ waren. Für mich war das außerordentlich angenehm, ich konnte meine Milch

            ohne Zuschauer genießen ...

           

            Der Roßbrand ist ein ganz heißer Tipp wegen seihnes 360°-Alpenpanoramas.

            Im Norden (Bild) das Dachsteinmassiv, im Süden die Tauern und im Südwesten

            das Gebiet um den Großglockner.

 

           

 

            Da noch Zeit war, entschloss ich mich zum Nachmittag den Sölkpass in süd-östlicher

Richtung vom Roßbrand anzugehen.

 

           

 

Insgesamt ein beschaulicher und bis fast ganz oben grün gesäumter Pass.

 

           

 

           

 

            Die Absicht war, über den Pass Obertauern den Kamm wieder in nörlicher Richtung

zu überqueren, denn ich musste ja wieder nach Kaprun zutück. Kurz vor dem Pass eröffnete

mir die Tankstellen-Dame, dass der nur bis 16 Uhr geöffnet sei und mir bliebe nur der

Autobahntunnel, um wieder auf die andere Seite zu kommen. Ärgerlich, einige

10 km nach Süden zurück und zur am Tunnel nächstgelegenen Auffahrt wieder

nach Norden.

 

Die Tunnelgebühr beträgt 6 EUR, die hatte ich gerade noch als Münzen bei mir.

Ich stecke die ersten 2 EUR rein, der Bildschirm wird finster, also sowas wie Error 404.

 

Was nun, Geld weg, Schranke bleibt zu. Hinter mir wird die Autoschlange länger.

 

Über den roten Knopf rufe ich die Zentrale, unverständliches Gebrabbel tönt aus dem

Lautsprecher. Ich schildere mein Problem. Der Bildschirm geht wieder an, „zahlen

Sie bitte 6 EUR“. Dass der elektronische Bandit mir einfach so 2 EUR gestohlen hat,

wollte ich nicht hinnehmen. Inzwischen kam der Fahrer des Autos hinter mir zur Kasse

gelaufen. Was los sei, wollte er wissen. Er zog 2 EUR hervor und reichte sie mir.

Mit den restlichen 4 EUR ging die Schranke endlich auf.

 

Ein herzliches Dankeschön an den Fahrer des Wagens GN-TB 222!

 

           

 

            3. Tagestour: Postalm

           

Eigentlich war heute der Trattberg geplant, also auf von Kaprun über Bischofshofen

Richtung Salzburg. Natürlich habe ich mich gewundert, dass mich kaum noch einer

überholte oder entgegenkam: Felssturz. Ich war nicht der einzige, der im Gasthaus

Stegewald seine Enttäuschung mit einem Kaffe zu kompensieren versuchte.

 

           

 

            Plan B musste her: Über den Postalm-Pass zum Wolfgangsee!

 

           

           

            Heute funktionierte der Mautapparat.

 

           

 

           

 

           

           

            Der Wolfgangsee, schön gelegen, aber der Ort St.Wolfgang touristisch überfrachtet.

            Ich denke – genau da – muss man nicht Urlaub machen.

 

           

 

            4. Tagestour: Gerlos-Pass

           

Von der neuen Gerlos-Straße hat man einen schönen Blick auf die Krimmler

Wasserfälle von ganz oben.

 

           

           

            Der Gerlos-Pass hat für Gabi und mich eine ganz besondere Bedeutung. Nach dem

            Beginn unserer gemeinsamen Motorradtouren-Karriere im Jahr 2000 waren wir

            schon einmal mit unserem Schweizer Freund Urs dort. Gelegenheit für ein Vorher-/

            Nachher-Foto an etwa der gleichen Stelle.

 

 

Die Rückfahrt sollte man auf jeden Fall auf der alten Pass-Straße machen.

Die ist zwar streckenweise nicht so gut gepflegt, sehr schmal und zum Teil steil,

führt jedoch vorbei an schönen bäuerlichen Anwesen und bietet gute Sichten

ins Tal.

 

           

 

            4. Tagestour: Nach Hause

           

Mit einem kleinen Abstecher zu einem Freund in Pocking ging es diesmal über Passau

            zurück nach Dresden. Ich erinnere mich noch, dass es nach der Hitze im Verlauf der

Woche auf der Höhe des Bayrischen bzw. Böhmerwaldes saukalt war. Wieder „unten“ wurde

es angenehm. Spätes Mittagessen gab es in Klattovy/CZ.

 

           

 

            Insgesamt waren es 2000 km in den 5 Tagen ...

            Für mich war es ein wunderbares Motorraderlebnis

 

            Lothar, 2019